News

Erstellt am 18.06.2024

Gaggenauer Paar feiert Schamanenhochzeit in Sri Lanka

von Thomas Senger
15. Juni 2024

Tag im Leben von Anita Dettling und Alexander Danner – auch in astrologischer Hinsicht: „Die Geburtsdaten von uns bilden an diesem Datum eine Konstellation, die nur alle Tausend Jahre vorkommt“, erzählt Anita.

Einen besseren Termin für die Hochzeit mit Alexander hätte sie nicht finden können – „eine Astrologin hat uns das vor zwei Jahren vorausgesagt“ – und einen traumhafteren Ort als den Nilaweli- Strand im Nordosten von Sri Lanka sicher auch nicht. Und das lag nicht nur an dem endlos weißen Sand und dem blaugrünen Meer am südlichen Ende des Golf von Bengalen.


Monatelange Vorarbeit des Freundes in Sri Lanka

Denn dass es überhaupt zu dieser Traumhochzeit gekommen ist, das verdanken die zwei Gaggenauer ihrem langjährigen Freund Jayanath Abeywickrama. Der Mediziner, Heiler und Ayurveda-Arzt aus Sri Lanka hat die Zeremonie ausgerichtet.
Monatelange Planung, Behördengänge in der Hauptstadt Colombo für Sondergenehmigungen und viel Arbeit waren damit verbunden, berichtet Alexander Danner: „Und so durften wir eine Zeremonie erleben, die noch kein Europäer vor uns erleben durfte.“


Kuckucksuhr aus dem Schwarzwald war dabei

In königlicher Kleidung eine landestypische Hochzeit erfahren dürfen: „Dies ist nur ganz wenigen Menschen erlaubt auf Sri Lanka“, schwärmt Alexander Danner, „wir sind unglaublich stolz. Und es ist uns eine Ehre.“ Der Spaß kam dabei nicht zu kurz. Und dafür hatte Alexander eigens eine Kuckucksuhr im Gepäck, die er bei Peter Häffner in Bad Rotenfels hatte restaurieren lassen.

„Morgens machten wir uns mit Lederhose und Dirndl zurecht“, erzählt Anita. „Die Kuckucksuhr, die Jodel-Maschine und Alexanders Mundharmonika waren auch dabei, während wir zwei Stunden mit einem Heidenspaß geknipst und gefilmt wurden.“

Hela Bima war der Name Sri Lankas vor der Kolonialzeit: das Land des Lichts. „Das Licht der Herzen der Menschen, die lichtvoll verbunden sind mit Körper, Geist und Seele“, sagt Anita Danner. „Wir sind immer noch sehr berührt von der die Ehre, die uns zuteil wurde.“

Er sah aus wie ein König.
Anita Danner
über ihren Bräutigam bei der Trauung

Für Anita war ein Sari (Wickelrock mit Schulterüberwurf) und für Alexander ein Sarong (Wickelrock mit weißem Hemd) auf Maß geschneidert worden. Ein Schminkteam und eine Helferin beim Anziehen verwandelten Anita in eine königlich anmutende Braut mit frischen Jasminblüten im Haar und einem Lotusblüten- Hochzeitsstrauß.

„Unglaublich, was für uns organisiert wurde“, schwärmt Anita. Traditioneller Goldschmuck, Edelsteine und Elfenbein – und dazu unglaubliche 48 Meter Stoffbahnen, die um Alexanders Leib gewickelt wurden. Darüber trug er eine goldbehangene rote Samtjacke und sieben Goldketten.

Anita: „Er sah aus wie ein König und trug Samtschuhe, rote Ohrringe, zwei Armringe aus Elfenbein mit Edelsteinen, zwei Dolche und einen Säbel.“ Ohne Mühen ging das aber nicht, ergänzt Alexander: „Das ging fast zwei Stunden, bis ich angezogen war.“

 

Über drei Stunden dauert die Zeremonie des Gaggenauer Paars

Ein Foto- und Filmteam hat all diese unvergesslichen Erlebnisse für die beiden festgehalten. Zur Trauung am Strand waren eigens die Offiziellen des örtlichen Standesamts gekommen, „so dass wir direkt dort unterschreiben konnten.“

Buddhistische Segnung, traditionelle Tänze, Zeremonien, Trommelwirbel, Feuerwerk und Feuerspucker: Über drei Stunden dauerte die Zeremonie, und Anita fällt es schwer, irgendetwas besonders herauszustellen: „Es waren so unglaublich viele schöne Darbietungen.“

Am Abend dann, am großen Strandfeuer, wartete ein wundervolles Seafood Barbecue auf die zwei frisch Vermählten.

„Unfassbar schön, unbeschreiblich magisch“, sagt Anita voll Dankbarkeit ihren Gastgebern gegenüber. Für diese wiederum sei die Zeremonie ebenfalls von großer spiritueller Bedeutung gewesen: „Als erste Europäer wurde uns diese Zeremonie zuteil – für unsere Gastgeber eine tiefgreifende Heilung für das tiefsitzende Trauma der Kolonialzeit.“

„Ich kenne Jayanath seit 25 Jahren“, erzählt Alexander über seinen Trauzeugen und Organisator der spektakulären Trauung. „Er ist ein geistiges Oberhaupt und auch ausgebildeter Arzt.“

Dank seiner Autorität als Heiler und als Anerkennung für seine Unterstützung der örtlichen Reisbauern habe er die Sondergenehmigungen erhalten.

 

„Danke-Projekt“ soll Bäume pflanzen

Alexander will nicht nur in Worten Danke sagen. Aus Beständen seines früheren Bio-Weinguts in Durbach hat er ein „Danke- Projekt“ begründet. Aus dem Erlös für jede verkaufte Flasche werde ein Baum gepflanzt.

Die ersten zwanzig davon sollen in Sri Lanka aus der Erde in den Himmel wachsen. Aber Alexander Danner denkt weiter, will sich mit weiteren Enthusiasten und auch Firmen weltweit vernetzen. Sein Ziel ist ehrgeizig: „Zehn Millionen Bäume in den nächsten Jahren.“